2008
F.R.I.E.N.D.S.
Friends – Unter guten Freunden
Die US-amerikanische Sitcom ist der Klassiker der neueren amerikanischen Serienkultur schlechthin. Bereits kurz nach dem Start gelang Friends in den USA der Durchbruch. Die Darsteller Courtney Cox Arquette, Matthew Perry, Lisa Kudrow, Matt LeBlanc, David Schwimmer und vor allem Jennifer Aniston stiegen in die erste Liga der A-Promis auf. Friends sprengt den Rahmen einer reinen Sitcom und bezieht viele Soapelemente mit ein, vor allem in den Beziehungen der Protagonisten untereinander. Die Charaktere entwickelten im sich Laufe der Jahre weiter- vor allem die Liebesbeziehungen von Ross und Rachel sowie Chandler und Monica standen dabei im Mittelpunkt.
Friends wurde seit 1994 von Warner Bros. Television produziert und von NBC ausgestrahlt. Die Serie endete 2004 nach 236 Folgen. In Deutschland startete die Serie erstmals 1996 bei Sat.1. Seit 2000 wurde sie auf ProSieben ausgestrahlt, seit 2005 parallel auch auf kabel eins. Ebenfalls zu sehen war die Sitcom im Bezahlfernsehen auf Premiere-Serie. Die deutsche Erstausstrahlung der zehnten und letzten Staffel lief von Juni bis Oktober 2005 bei ProSieben.
Zur letzten Sendung am 6. Mai 2004 schauten in den USA 51,1 Millionen Menschen zu. Dies ist im Vergleich zur Schlussfolge von M*A*S*H (105 Millionen) zwar wenig, dennoch ist Friends die fünfterfolgreichste Serie der USA, hinter M*A*S*H, Seinfeld, Cheers und Newhart.
Angeblich ist für 2007 eine Friends-Reunion angekündigt, wie die beiden Darstellerinnen Jennifer Aniston und Courteney Cox-Arquette in einem Interview verkündeten. Allerdings werde es nur ein Special zu einem besonderen Anlass, beispielsweise Thanksgiving sein. Zudem sei es sehr schwierig, alle Hauptdarsteller wieder gemeinsam vor die Kamera zu bringen.
Matt LeBlanc führte ab Herbst 2004 in der Serie Joey einen Teil des Handlungsstranges weiter. Die Sendung lief in den USA zunächst auf dem gleichen prestigeträchtigen Sendeplatz wie Friends, ein Novum für ein Spin-Off. Da Joey jedoch nicht an die Erfolge von Friends anknüpfen konnte, verlor die Serie den Sendeplatz Anfang 2006 an die Sitcom My Name Is Earl. Im Frühjahr 2006 entschloss sich NBC, Joey aufgrund zu niedriger Quoten abzusetzen.
Bemerkenswert an Friends sind vor allem die Gagen, die die Hauptdarsteller den Produzenten abknöpfen konnten: In der ersten Staffel verdienten die sechs Hauptdarsteller noch 20.000 US-Dollar pro Episode. Als die Sendung erfolgreich wurde, stiegen die Gagen jedoch stark an, da den Produzenten bewusst war, dass die Serie auf jeden einzelnen der Hauptdarsteller angewiesen war. In der letzten Staffel lagen sie bei 1.000.000 US-Dollar pro Episode. Insgesamt verdiente jeder der Hauptdarsteller über 80.000.000 US-Dollar mit „Friends“- in Worten: 80 Millionen Dollar! Da den Hauptdarstellern nach Ende der Serie die Ausstrahlungsrechte übertragen wurden, wird geschätzt, dass sie in den nächsten zehn Jahren noch jeweils 50.000.000 US-Dollar an der Serie verdienen werden. In Worten: 50 Millionen Dollar! Zusammengerechnet sind das 120 Millionen Dollar pro Nase: Kein schlechter Verdienst für Soap-Opera-Darsteller…
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