2008
30 Rock Serie
30 Rock Serie: Die Fernsehshow in der Fernsehshow
Die Serie 30 Rock spielt hinter den Kulissen einer fiktiven Fernsehshow namens “The Girlie Show” in New York City.
Hauptfigur ist Liz Lemon, die die Story aus dem Off kommentiert. Sie ist die Chefredakteurin dieser TV-Show und muss sich nach dem Tod ihres alten Chefs vor dem neuen behaupten.
U.a. mit Jane Krakowski (Ally McBeal) und Alec Baldwin.
30 Rock wird seit Oktober 2006 in Amerika von der NBC ausgestrahlt und die 30 Rock Serie gibt es bereits auf DVD zu kaufen. Das Konzept stammt von Tina Fey, die auch die Hauptrolle spielt. Vom Aufbau entspricht „the Girlie Show“ in etwa etwa Saturday Night Live. Die Sendung wird im GE Building am Rockefeller Plaza in New York produziert, woher sich der Name 30 Rock ableitet.
Leiterin des Autorenteams ist Liz Lemon, eine typische Single-Frau um die Dreißig. Ihr neuer Vorgesetzter, Jack Donaghy, versucht das Programm zu beeinflussen und engagiert unter anderem den leicht gestörten Komiker Tracy Jordan, der zur neuen Hauptfigur der Sendung wird, welche fortan TGS with Tracy Jordan heißt.
Tina Fey hat selbst lange Jahre als Autorin für Saturday Night Live gearbeitet und war deren erster weiblicher Chefautor. 30 Rock basiert teilweise auf ihren Erfahrungen aus dieser Zeit. Ursprünglich sollte die Serie jedoch hinter den Kulissen eines Nachrichtensenders spielen.
In der Serie treten zahlreiche Gaststars auf, darunter NBC-Kollegen wie Conan O’Brien, Chris Matthews, Tucker Carlson oder Al Roker. Weitere Gäste waren unter anderem Ghostface Killah, Whoopi Goldberg, John McEnroe und Jerry Seinfeld.
Im Unterschied zu herkömmlichen Sitcoms, die typischer Weise vor Publikum aufgezeichnet werden und bei denen ein Gag jeweils mit einem Lacher quittiert wird, handelt es sich bei 30 Rock um relativ aufwendig hergestellte Filmepisoden mit unterschiedlichen Bühnenbildern und Außenaufnahmen.
Die Handlung wird sehr temporeich und mit einer Fülle an inhaltlichen und optischen Details umgesetzt, wie es sie in dieser Form in Comedy-Serien bis dato noch nicht gegeben hatte. In die eigentliche Handlung werden ständig völlig nebensächliche, eigenständige Teilhandlungen eingestreut, ein Prinzip, das an Monty Python erinnert.
Durch die Nennung der tatsächlichen Firmen- und Personennamen (z. B. NBC, GE, Brian Williams, Condoleezza Rice) gelingt es der Serie, einen pseudo-dokumentarischen Bezug in die fiktive Handlung einzubauen. Dieser real-satirische Charakter wird umso mehr verstärkt, wenn Personen als sie selbst auftreten (z. B. Conan O’Brien, Jerry Seinfeld, Al Gore).
Auf ihrem ursprünglichen Sendeplatz (Mittwoch, 20 Uhr) erreichte die Serie keine überzeugenden Einschaltquoten. Daraufhin entschied sich NBC, sie auf einen anderen Sendeplatz zu verlegen. Trotz weiterhin mäßiger Zuschauerzahlen wurde im April 2007 eine weitere Staffel in Auftrag gegeben.
Im Gegensatz zu den Quoten waren die Kritiken überwiegend positiv. Tom Shales von der Washington Post beschrieb die Serie etwa als „erfrischend aufgeweckt, süß und […] lustig“, Baldwins Darbietung sei „reich“.Tim Goodman vom San Francisco Chronicle hielt 30 Rock für die lustigste Sitcom der neuen Season. In verschiedenen Best-of-Listen wurde 30 Rock als eine der besten Serien des Jahres 2006 aufgeführt.
Preise & Auszeichnungen
• Emmy 2007 für die beste Comedyserie des Jahres
• neun Nominierungen, unter anderem für Alec Baldwin und Tina Fey als beste Hauptdarsteller
• Creative Arts Emmy für den Gastauftritt von Elaine Stritch
• Golden Globe für Baldwin
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