2007
Desperate Housewives
Einsame Hausfrauen und knackige Gärtner- diese Mischung ist, vor dem Hintergrund eines ernst gemeinten Ehegelübdes betrachtet, fatal. In dieser Kulisse spielt die äußerst erfolgreiche, morbide und dramatische US-Serie „Desperate Housewives“, die sich zu einem weltweiten Quotenhit entwickelte.

Es beginnt alles mit einem dantesken Auftakt: Inmitten der schönen Idylle von weißen Gartenzäunen aus Holz, gepflegten Vorgärten und beschnittenen Hecken erschießt sich an einem schönen Sommermorgen Mary Alice Young in ihrer Küche. Fortan begegnet ihr der Zuschauer als Kommentatorin im Jenseits, die einen ungetrübten und schonungslosen Blick auf das Leben ihrer Freundinnen und auf ihr eigenes wirft. Ihrem Scharfsinn entgeht nichts: Weder die längst abgekühlten Ehen in der Nachbarschaft noch die buchstäblichen Leichen im Keller ihrer Zeitgenossen. Mit dieser Demontage der amerikanischen Familienidylle kommt die erfolgreiche Serie dicht an den oscarprämierten Film „American Beauty“, in den Themen der Frauen dicht an „Sex and the City“ heran.
Co-Produzent und Autor von Desperate Housewives – Marc Cherry, der sich mit „Golden Girls“ bereits einen Namen machte, ist „Desperate Housewives“ endgültig in der ersten Reihe der Drehbuchautoren und Produzenten Hollywoods angekommen. Die Serie wird oft als eine Art „Dramedy“ bezeichnet, womit eine Mischung aus größtenteils Drama- und Comedy-, jedoch auch Krimi-, Mystery- und Seifenoperelementen gemeint ist.
Die Serie erzielte in den USA hervorragende Einschaltquoten und gilt als Überraschungserfolg. In Deutschland wurde die Serie von ProSieben aus Vermarktungsgründen als Nachfolger von der 2004 ausgelaufenen HBO-Serie Sex and the City beworben, obwohl die beiden Serien inhaltlich und stilistisch nichts miteinander zu tun haben, von den um Sex, Liebe, Affären und Beziehungen kreisenden Gespräche der Frauen einmal abgesehen.
Preise & Auszeichnungen
Drei Golden Globe Awards (2x Jan.2005, 1x Jan.2006)
zwei Emmys (Sep. 2005)
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